Die Maltzahn

Das Maltzahnsche Wappen enthält 2 Hasenköpfe und einen Weinstockzweig mit 3 Blättern und stammt einer Urkunde zufolge aus dem Jahre 1293. Die Maltzahnchen Wappenfarben sind blaugold. Das Wappen befand sich auf Siegeln, die einer Urkunde an Stelle der Unterschrift Rechtskraft verliehen. Vornehmlich waren die Wappen indessen militärische Erkennungszeichen. Als die Ritter während ihrer zahlreichen Kämpfe noch von Kopf bis Fuß in Ritterrüstungen steckten, ließ sich während des Gefechtes Freund und Feind kaum voneinander unterscheiden. Deshalb bemalten die Ritter ihre Schilde mit Wappen mit farbigen Figuren und bemalten ihre Helme mit bestimmten Farbkombinationen. Später übernahmen auch die Mannschaften diese Zeichen- und Farbkombinationen auf ihre Schilde und Kleidung, um ihre Zugehörigkeit zum Ritter zu dokumentieren und als geschlossener Kampfverband kenntlich zu sein. Über die Jahrhunderte reduzierte sich die Bedeutung der Wappen als militärische Erkennungsmarke zum Familienzeichen. Der Wappenspruch der Freiherren Maltzahn lautet seit damals: "nec timide, nec tumide, sed omnia moderate" – "Nicht furchtsam, nicht verwegen, sondern alles mit Maß"

Der Weg der Maltzahn nach Mecklenburg und Vorpommern begann, wie bereits eingangs erwähnt, mit Bernhard von Mulsan, der als erster des Geschlechts 1194 in das Rampenlicht der Geschichte trat. Er gehörte vermutlich zu den Rittern, die nach der militärischen Unterwerfung der slawischen Gebiete ihren Beitrag zur systematischen Germanisierung, Christianisierung und Kolonisierung des Ostens geleistet haben. Zuvor waren die ersten Grundzüge einer politischen Territorialordnung durch Heinrich den Löwen bereits festgelegt. Der Herzog hatte drei Bistümer gegründet: 1154 Ratzeburg, 1163 Lübeck und 1167 Schwerin. Zu deren Schutz waren die Grafschaften Ratzeburg und später Schwerin entstanden. Bernhard Mulsan war bischöflich Ratzeburger Lehnsmann.


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